Begegnung in Spardorf

Erzählcafé in Spardorf am 18.3. im Bürgersaal (h.s.)

„Erzählcafé“ in Spardorf was kann das wohl sein?

 

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Wer schon die Bilderaustellung über die Geschichte Spardorfs in der Fritz-Weinrebe-Halle gesehen und das Staunen und sich Wiedererinnern der älteren Spardorfer erlebt hatte, konnte sich auf das „Erzählcafe“ im Bürgersaal freuen.

Schon bei den ersten Treffen zur Vorbereitung der Ausstellung, zu der besonders Anita Beer mit ihren gesammelten Bildern zur Spardorfer Dorfgeschichte beigetragen hatte, ging es oft recht lebhaft zu. Es wurde gerätselt, wer auf den Fotos einer Schulklasse, beim Fasching, bei der Kirchweih oder vor der „Ponterosa“ zu sehen sei. Da mussten schon die früheren Schüler von Lehrer Strobel, sein Sohn Günther und auch der Honals Günther mithelfen. Aber auch Silvia Minderlein, die in der Schulstrasse aufgewachsen war und den Aufbau der Siedlung miterlebt hat, als die Sandstrasse, wirklich noch eine Sandstrasse war und der „Fuchsbau“ eine kleine Gastwirtschaft mit einem Laden war.

Alle diese Geschichten wurden wieder lebendig und musste einfach in einem größeren Rahmen erzählt werden. Die Idee für ein Erzählcafé hatte Eva Frohme, Vorsitzende des „Kleinen Kulturzentrums Spardorf“ schon lange mit sich herum getragen. Sie hatte in den letzten Monaten schon mit vielen alteingesessenen Spardorfern über deren Erlebnisse als Schüler und Jugendliche gesprochen und sie für diese Idee gewonnen. Dieser Schatz an Erinnerungen sollte nicht verloren gehen.

So kamen dann am Sonntag Nachmittag etwa 70 ältere und auch jüngere Bürgerinnen und Bürger im zum Cafe verwandelten Bürgersaal zusammen und konnten an den Erinnerungen von Anita und Günther und Günther teilhaben.

Wer Spardorf sagte, meinte früher immer auch „den Bochskanl“, die Wirtschaft mit Biergarten, mit einem eigenen Laden und eigener Bäckerei. Das Gasthaus „Schultheiß“ steht heut nicht mehr, aber zum Glück gibt es noch viele Bilder von der Kirchweih, vom Fasching oder von Schulaufführungen im Tanzsaal. Dazu wusste Frau Steinlein, die in diesem Haus mit ihrer Schwester aufgewachsen war, lebendig zu erzählen. Auch das „Café Buchholz“, es stand gleich gegenüber, ist schon Geschichte, aber die Buchholz- Buben kannte jeder im Dorf.

Bei den Erzählungen von Günther Strobel, der ja „ dem Lehrer seiner“ war, fühlten sich viele wieder „ wie ein Schulbub“, wenn von den Ölböden, der Kohleheizung, aber auch den Klassenfahrten und den Strafaufsätzen berichtet wurde. Günther Honal konnte sich noch gut an das Schlittschuhlaufen auf dem „Sieglitzweiher“, das Baden in der „Lahmagrubn“ oder das Schlittenfahren auf der Röth erinnern.

Zum Schluss schwärmte Bernhard Lengenfelder von den Anfängen des VdS Sportvereins, mit seinem Vereinslokal „Ponterosa“, dem Zusammenhalt in der Fußballmannschaft, den Auf- und Abstiegen, Siegen und Niederlagen, aber auch handfesten Auseinandersetzungen auf und neben dem Spielfeld.

So wurde das alte Spardorf für kurze Zeit wieder lebendig und das „Erzählcafe“ hat Anstoß für weitere Gespräche und Erinnerungen gegeben. Wer mehr in die Geschichte Spardorfs, in Bildern und Dokumenten eintauchen will, hat an den Wochenenden bis 2. April Gelegenheit, die Ausstellung im Eingang und 1. Stock der Fritz-Weinrebe-Halle, im Haunschlag 1 zu besuchen.

Sie ist zu den Öffnungszeiten des Vereinslokals „Kastoria“ geöffnet. Am Freitag zwischen 15:00 und 17:00 Uhr und Samstag und Sonntag zwischen 12:00 und 17:00 Uhr sind entweder Anita Beer, Helga Bernhardt, Silvia Minderlein oder Mitglieder des „Kleinen Kulturzentrums Spardorf“ für Erklärungen vor Ort.

Weiter Informationen zu Veranstaltungen, Vorträgen und Aktivitäten auch unter

www.kultur-in-spardorf.de

 

Photoausstellung am 12. März 2017 zum Thema

„Spardorf in Bildern und Dokumenten“ ein großer Erfolg

Eva Frohme begrüßt in der vollbesetzten Eingangshalle der Fritz-Weinrebe-Halle in Spardorf die Gäste und bedankt sich bei den Organisatoren der Ausstellung. Helga Bernhardt hat die Chronik des Ortes Spardorf neu aufbereitet und gut verständlich dokumentiert. Anita Beer hat mit Ihrer umfangreichen Fotosammlung den Grundstein für diese Ausstellung gelegt und Silvia Minderlein  hat in unzähligen Arbeitsstunden die Bilder nachbereitet und ausgedruckt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Sportgaststätte zu besichtigen. An den Wochenenden wird, wenn möglich,  eine der Organisatoren anwesend sein, um die Dokumente und Bilder zu erklären.

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Sommerfest des „Kulturzentrums Spardorf“ im Garten der Familie Schneider, Juni 2016

Zum zweiten Mal hat die Familie Schneider ihren Garten geöffnet, als Ort der Begegnung.

 

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Ein besonderes Beispiel für Begegnung und Kultur in Spardorf ist eine Vortragsreihe in der z.B. Zeitzeugen  aus ihrer Jugendzeit in Spardorf berichten. Diese Veranstaltungen werden gerne von Alt-Spardorfer Bürgern besucht und jeder, der kann,  bringt persönliche Bilder mit und ergänzt mit persönlichen Beispielen.

 

Spardorfer Zentrum für Kultur und Begegnung wächst zusammen

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Das „Kleine Spardorfer Kulturzentrum“ ist schon groß geworden. Auf Einladung der Familie Schneider kamen über 20 Freunde des Kulturzentrums in deren Garten zusammen. Als Weißwurst-Frühschoppen

zum intensiveren Kennenlernen gedacht, entwickelten sich schnell interessante und persönliche Gespräche. Für viele zugezogene Spardorfer waren besonders die Erzählungen von Frau Steinlein zur Spardorfer Dorfgeschichte interessant. Durch das Grundstück der Familie Schneider führte ja früher ein Gehweg vom Oberdorf ( Gasthaus Bochskanl) ins Hinterdorf (Köhlerhof). Die alten Obstbäume stehen auch noch im Garten und bieten heute den Bienen des Hausherren reichlich Nahrung.

 

Im Garten waren große Acrylbilder von Eva Frohme ausgestellt und ein großer Tisch stand bereit für eine spontane Malaktion. Dabei wurde ein abstraktes Acrylbild zum Thema „Blutmond“ erstellt. Bevor sich am späten Nachmittag die fröhliche Runde auflöste griff Heiner Bielefeldt zu seinem Akkordeon und mit eilig verteilten Liedertexten konnten alle bei bekannten Volksliedern und Schlagern mitsingen.

 

Das „Kleine Kulturzentrum Spardorf“ ist heute im Ort schon eine Institution, meinte auch Spardorfs Bürgermeisterin Birgit Herbst, eine Institution mit Zukunft, die die Menschen in Spardorf zusammenführt. (h.s.)

 

Kultur und Klassik bei Uwe Henning

Im Januar hatte Uwe Henning zu einen Abend mit Musik der Romantik eingeladen. Dies war sein Beitrag zu dem Thema des Gesprächskreises

P1080308„Deutschland in Zeiten der Romantik“.

An   diesemTag hatte auch Eva Frohme  Geburtstag, der wir gerne ein Ständchen brachten.